
BMBF-Programm "Lernen vor Ort" beim Kreis Lippe
Bildung wird vor allem vor Ort vermittelt: in Städten, Kreisen und Regionen durchlaufen die Menschen ihre Bildungsbiographie – von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung. Vor diesem Hintergrund schafft die bundesweite Initiative Lernen vor Ort insbesondere auch für Kreise Anreize, ein kohärentes Bildungs- management vor Ort zu entwickeln und zu verstetigen.
Ziel ist es, die Bildungsstationen entlang der individuellen Lebensläufe systematisch aufeinander zu beziehen. Darüber hinaus ist Lernen vor Ort ein zentraler Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung, die unter dem Motto „Aufstieg durch Bildung“ einen Schritt für mehr und bessere Bildung und Weiterbildung in allen Lebensbereichen unternimmt. Als einer von bundesweit 40 und landesweit acht Kreisen und kreisfreien Städten hat der Kreis Lippe mit Hilfe des auf mindestens drei Jahre angelegten BMBF-Programms die Chance, die Bildungsstationen und Bildungsangebote in der „Bildungskette“ nachhaltig in ein integriertes System vor Ort einzupassen. Hierbei leistet die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe wichtige Unterstützungsarbeit. Mit den vorhandenen innovativen Strukturen der Lippe Bildung eG und des Bildungsbüros verfügt die Bildungsregion Lippe bereit über gute Voraussetzungen für die gemeinsame Förderung und Weiterentwicklung von Erziehung und Bildung. Im BMBF-Programm „Lernen vor Ort“ bearbeitet der Kreis Lippe mit dem Bildungsbüro, der Bildungsgenossenschaft, dem Kreisjugendamt in Kooperation mit den vier weiteren lippischen Jugendämtern sowie der Stiftung Standortsicherung die Handlungsfelder Bildungsmonitoring, Bildungsberatung, Bildungsübergänge, Wirtschaft/Technik/ Umwelt/Wissenschaft sowie Familienbildung/Elternarbeit. Seit dem Programmstart im vergangenen Herbst sind bereits viele Kontakte geknüpft, Kooperationen entstanden und Projekte initiiert worden, die sich auch im aktuellen Arbeitsprogramm des Bildungsmanagements niederschlagen.
Das Vorhaben „Lernen vor Ort“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischem Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. Der Europäische Sozialfonds ist das zentrale arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union. Er leistet einen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung durch Förderung der Beschäftigungsfähigkeit, des Unternehmergeistes, der Anpassungsfähigkeit sowie der Chancengleichheit und der Investition in die Humanressourcen.


